Tilray® eröffnet europäische Produktions- und Distributionsanlage für medizinisches Cannabis

Die mehr als 23.000 Quadratmeter große Produktionsanlage im portugiesischen Cantanhede wird Tilrays Europa-Zentrum für Kultivierung, Anbau, Produktion und Distribution von medizinischem Cannabis – aber auch für die Forschung.

Nainamo/Berlin/Cantanhede, 29. April 2019. Tilray, weltweiter Pionier in der Erforschung, dem Anbau, der Produktion und dem Vertrieb von medizinischem Cannabis, feierte am Mittwoch, 24. April 2019, die Eröffnung des neuen europäischen Campus im portugiesischen Cantanhede.

Der CEO, Brendan Kennedy, führende Tilray-Mitarbeiter sowie das Team des neuen Campus hießen Gäste aus aller Welt willkommen. Gemeinsam mit international führenden Ärzten, Regierungsvertretern und lokalen Würdenträgern feierte Tilray die Eröffnung der europäischen Produktions- und Distributionsanlage.

Der neue EU-Campus von Tilray setzt neue Maßstäbe

Der europäische Tilray-Campus umfasst mit mehr als 23.000 Quadratmeter eine Produktionsanlage, die Innen-, Außen- und Gewächshauskulturen sowie Forschungslabor, Verarbeitungs-, Verpackungs- und Vertriebseinheiten für medizinische Cannabisprodukte vereint.

Bisher hat Tilray ungefähr 20 Millionen Euro in die Anlage investiert. Eine Ausweitung der 23.000 Quadratmeter großen Anlage ist möglich.

Der europäische Tilray Campus dient auch als Zentrum für die klinische Forschung und die Entwicklung der Produktion innerhalb Europas. Mehr als 100 Mitarbeiter sind aktuell auf dem Campus beschäftigt, Tilray plant diese Zahl bis Ende 2019 zu verdoppeln, wobei der Fokus auf der Produktion und der in den nächsten Monaten erwarteten Ernte liegt.

„Wir sind hocherfreut mit dieser Eröffnung einen Meilenstein in unserer globalen Präsenz, aber auch als Vordenker der Cannabis-Industrie zu feiern. Wir sind sehr dankbar für die herzliche Begrüßung durch die Kollegen aus Portugal und die Stadt Cantanhede“, erklärt der CEO von Tilray, Brendan Kennedy. „Wir werden den neuen europäischen Tilray Campus dafür nutzen, Patienten in Europa hochwertige medizinische Cannabisprodukte in pharmazeutischer Qualität zur Verfügung zu stellen.“

Tilray vermeldete bereits im Februar 2019 eine erfolgreiche Ernte auf dem EU-Campus in Cantanhede und erwartet weitere Ernten in den nächsten Monaten. Sobald die GMP- Zertifizierung (Good Manufacturing Practice) erfolgt ist, wird Tilray Patienten weitreichend in Europa mit medizinischem Cannabis versorgen können.

Die Zukunft von Cannabis in der Medizin anführen, mitbestimmen und legitimieren

  • Tilray ist weltweiter Pionier in der Erforschung, dem Anbau, der Produktion und dem Vertrieb von Cannabis-basierten Medikamenten, mit denen derzeit zehntausende Patienten in zwölf Ländern auf fünf Kontinenten versorgt werden.

  • Tilray wurde 2014 in Nanaimo, Kanada, aus der Überzeugung gegründet, dass Patienten einen sicheren Zugang und eine verlässliche Versorgung mit qualitäts- und reinheitsgeprüften, präzise und vorhersagbar wirkenden Cannabisprodukten erhalten sollten.

  • Wir möchten federführend die Zukunft des medizinischen Cannabis lenken und gestalten, indem wir ein weltweit führendes Cannabisunternehmen aufbauen, das vollstem Vertrauen gerecht wird.

  • Wir sind internationaler Vorreiter hinsichtlich Forschung, Anbau, Verarbeitung und Vertrieb von medizinischem Cannabis.

  • Der EU-Campus von Tilray in Cantanhede (Portugal) ist der Mittelpunkt für unsere Aktivitäten in Europa, von dem aus wir Tilrays klinische Forschung, Produktentwicklungen und den europaweiten Vertrieb unterstützen.

Was uns auszeichnet:

  • Tilray gehört zu den ersten Unternehmen, die von Health Canada die Lizenz erhalten haben, medizinisches Cannabis in Kanada anzubauen und zu verkaufen.

  • Wir sind das erste Unternehmen, das legal medizinisches Cannabis aus Nordamerika auf vier Kontinente exportiert.

  • Tilray ist das erste Unternehmen mit medizinischem, das an einer großen US- amerikanischen Börse ein Initial Public Offering (IPO) erfolgreich abgeschlossen hat.

  • Wir zählen zu den ersten Unternehmen, die medizinisches Cannabis in zwei Ländern anbauen - in Portugal und Kanada.

  • Unser Werk in Nanaimo ist GMP-zertifiziert (Good Manufacturing Practices).

  • GMP ist ein international anerkannter Standard, der sicherstellt, dass Arzneimittel in höchster Qualität und Reinheit produziert und entsprechend kontrolliert werden.

  • Die Zertifizierung hat es uns ermöglicht, unsere Produkte in die ganze Welt zu exportieren.

Wir sind globaler Pionier

Über unsere Tochtergesellschaften in Australien, Kanada, Deutschland und Lateinamerika sowie durch Kooperationen mit etablierten Pharma-Großhändlern versorgen wir zehntausende Patienten in zwölf Ländern auf fünf Kontinenten auf der ganzen Welt mit hochwertigen medizinischen Cannabisprodukten. Der Anbau erfolgt in zwei Ländern: Kanada und Portugal.

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Tilrays EU-Campus

Im Juli 2017 erteilte die portugiesische Nationale Behörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (INFARMED) Tilray eine Lizenz für den Anbau, Import und Export von medizinischem Cannabis. Wir erwarten noch in 2019 unsere ausstehende Herstellungserlaubnis und GMP-Zertifizierung (Good Manufacturing Process) für diesen Standort. Dies erlaubt uns, fertige medizinische Cannabisprodukte in der gesamten EU herzustellen und zu vertreiben. Die EU schreibt die Einhaltung der GMP-Standards für die Herstellung von Wirkstoffen und Arzneimitteln vor, dies schließt auch Cannabisprodukte ein. Tilray hat Vertriebsvereinbarungen für medizinisches Cannabis über bedeutende pharmazeutische Vertriebskanäle in ganz Deutschland und der Europäischen Union getroffen. Aktuell erfüllen wir diese Vereinbarungen, indem wir Produkte aus unserer GMP-zertifizierten Anlage in Nanaimo, B.C., exportieren. Tilray ist außerdem eine weltweite Allianz mit der Sandoz AG eingegangen, einem weltweit führenden Unternehmen für Generika und Biosimilars, das Teil der Novartis-Gruppe ist, um die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen medizinischen Cannabis-Produkten in Ländern, in denen dies gesetzlich zulässig ist, zu erhöhen.

Tilrays EU-Campus in Zahlen

  • über 23.000 Quadratmeter große Produktionsanlage, umfasst die Innen-, Außen- und Gewächshauskulturen sowie Forschungslabor, Verarbeitungs-, Verpackungs- und Vertriebseinheiten für medizinische Cannabisprodukte.

  • 100+ Mitarbeiter. Diese Zahl wird sich voraussichtlich bis Ende 2019 verdoppeln. In den kommenden Monaten rechnen wir mit einem Produktionsanstieg und Mehrfachernten.

Tilray – weltweit führend: Was ist medizinisches Cannabis?

Medizinisches Cannabis wird aus den Blüten der Hanfpflanze hergestellt. Cannabis enthält mehr als hundert verschiedene Cannabinoide, von denen THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) als die zentralen und medizinisch relevanten Formen gelten. Abhängig von der Kultivierung und Verarbeitung der Hanfpflanzen, können die Cannabisprodukte unterschiedliche Anteile an THC und CBD aufweisen. Ärzte verordnen Cannabis-basierte Medikamente zur Behandlung und Linderung ganz unterschiedlicher Beschwerdebilder.

THC: Zu den pharmakologischen Eigenschaften von THC- reichem medizinischem Cannabis gehören analgetische, muskelentspannende, antiemetische, appetitanregende, psychoaktive, immunmodulierende und entzündungshemmende Effekte.

CBD: Die pharmakologischen Eigenschaften von CBD-reichem medizinischem Cannabis umfassen unter anderem analgetische, muskelentspannende, angstlösende, neuroprotektive, antioxidative, antipsychotische, krampflösende und entzündungshemmende Wirkungen.

„Für zahlreiche Indikationen können Cannabisblüten/-extrakte und andere cannabinoid- haltige Arzneimittel eine sinnvolle Therapieoption beziehungsweise Ergänzung einer bestehenden Pharmakotherapie darstellen!“

Dr. Dennis Stracke, Apotheker, Berlin

„Mit Cannabismedikamenten ist es uns möglich, zuvor therapieresistente Patienten erfolgreich zu behandeln, die daraufhin wieder in der Lage sind, ihr Studium wieder aufzunehmen oder an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Hier sprechen wir nicht nur von einer leichten Symptomreduktion, sondern von einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität.“

Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie (Medizinische Hochschule Hannover)

Präzise formulierte Produkte

Tilray arbeitet eng mit Wissenschaftlern, Ärzten und Behörden zusammen, um eine konstant verfügbare Palette an Cannabisprodukten für den bestimmungsgemäßen pharmazeutischen Gebrauch anzubieten. Wir glauben, dass sich Verordner für Tilray entscheiden, weil wir ein streng wissenschaftlich arbeitendes Unternehmen sind, das für die Herstellung von reinem, zuverlässig und vorhersagbar wirkenden medizinischen Produkten bekannt ist. Bei der Entwicklung von Cannabis-basierten Medikamenten verfolgen wir einen wissenschaftlichen Ansatz. Unsere Herstellung konzentriert sich dabei auf standardisierte Produkte in pharmazeutischer Qualität. Wir bieten Formulierungen und Darreichungsformen an, die eine stabile und gleichbleibende Dosierung erlauben; alle unsere Produkte werden auf Wirksamkeit und Reinheit getestet.

Internationale Produktpalette

Medizinal-Cannabisblüten (ganz): Tilray kultiviert mehr als 50 Stämme, um den Bedürfnissen der Patienten hinsichtlich THC-reichen, CBD-reichen oder ausgewogenen Sorten gerecht zu werden.

Medizinal-Cannabisblüten (gemahlen): Gemahlenes Cannabis aus THC- reichen, CBD-reichen oder ausgewogenen Sorten.

Vollspektrum-Extrakte (Öl und Kapseln) zur Herstellung von Rezepturarzneimittel: Tilray-Öle werden aus THC-reichen, CBD-reichen oder ausgewogenen Sorten gewonnen. Das Öl kann getropft oder in Form von Kapseln verwendet werden. Kapseln erlauben durch ihre präzise Formulierung eine effektive und zuverlässige Dosierung und Titration.

Gereinigte Öle und Kapseln zur Herstellung von Rezepturarzneimittel: Gereinigte Öle und Kapseln werden mittels eines speziellen Kälteextraktionsverfahrens nach dem neuesten Stand der Technik hergestellt. Dabei wird der Gehalt an Cannabinoiden und Terpenen bewahrt und es entsteht ein reines und wirksames pharmazeutisches Produkt.

Prüfpräparate: Tilray ist stolz darauf, mit weltweit führenden Krankenhäusern und Universitäten zusammenzuarbeiten, um präzise Prüfpräparate zu entwickeln und zu produzieren, mit denen anschließend die Wirksamkeit von medizinischem Cannabis für eine Vielzahl von Erkrankungen untersucht wird.

Alle in Deutschland erhältlichen Produkte erfüllen vollumfänglich die qualitativen und regulatorischen Anforderungen des Arzneimittelgesetzes (Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln; AMG) und des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) und sind als Rezepturarzneimittel erhältlich.

„Es gibt viele Möglichkeiten hinsichtlich der Formulierungen und Wirkstoffzusammensetzungen, wodurch man die individuell beste Behandlung für den Patienten gezielt auswählen kann.“

Dr. Marc Seibolt, Schmerztherapeut, München

Wir arbeiten mit etablierten Pharma-Großhändlern und Apothekenvertrieben zusammen, um unsere Produkte weltweit verfügbar zu machen. Unser Fokus liegt dabei auf der konstanten und verlässlichen Lieferung der benötigten Mengen, Produktvarianten & Qualitäten.

Produktionsprozess auf dem neuesten Stand der Technik

Tilray hat wissenschaftlich fundierte und innovative Prozesse entwickelt, um Patienten hochqualitative Medizinal Cannabis-Produkte zu liefern. Von der Kultivierung bis zum Versand bringt das Team von Tilray Präzision, Professionalität und Sorgfalt in jede Phase des Prozesses mit ein.

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Klinische Forschung vorantreiben

Tilray setzt sich dafür ein, den Stand der Wissenschaft hinsichtlich des therapeutischen Potenzials und der Risiken von Cannabis-basierten Medikamenten zu verbessern. Dazu werden in Zusammenarbeit mit der Forschung in weltweit renommierten Krankenhäusern und Universitäten klinische Studien durchgeführt. Tilray liefert derzeit medizinische Cannabisprodukte für sieben verschiedene klinische Studien:

Land
Australien Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen
Australien Studie zu Cannabis und Fahrtüchtigkeit
Australien Schwere Verhaltensprobleme bei Kindern mit
geistiger Behinderung
Canada Dravet-Syndrom (schwere frühkindliche myoklonische
Epilepsie)
Canada Posttraumatische Belastungsstörung
Canada Immunaktivierung bei HIV-Patienten
USA Essentieller Tremor (ET)

„Entgegen anderen Arzneimitteln, deren Einsatzgebiete sich meist auf wenige Indikationen beschränken, reden wir bei Cannabis von zwanzig oder dreißig möglichen Indikationen. Das macht diese Substanzklasse einerseits sehr spannend, erfordert andererseits aber natürlich auch einen sehr großen Forschungsaufwand.“

Prof. Dr. Kirsten Müller-Vahl, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie (Medizinische Hochschule Hannover)

Einsatz von medizinischem Cannabis in Deutschland

In Deutschland hat die am 10. März 2017 in Kraft getretene Gesetzesänderung die Verschreibungsmöglichkeiten für medizinisches Cannabis erheblich erweitert. Ärzte dürfen Cannabis-basierte Medikamente auf einem Betäubungsmittelrezept verschreiben und es ist keine Ausnahmeerlaubnis mehr notwendig. Die Verordnungsfähigkeit zu Lasten der GKV verlangt vor der ersten Verschreibung eine Genehmigung der Kostenübernahme bei der zuständigen Krankenkasse. Ein Privatrezept für einen GKV-Patienten darf durch den Arzt jederzeit, bei Vorliegen der oben, unter Verordnungsfähigkeit genannten medizinischen Voraussetzungen, ausgestellt werden.

Genehmigungsprozess für die Kostenübernahme

Der Genehmigungsprozess für die Kostenübernahme bei der Verordnung von medizinischen Cannabis-Produkten läuft folgendermaßen ab: Verordnet der Arzt die Behandlung mit einem Cannabis-Produkt, erhält der Patient ein Betäubungsmittelrezept (BtM-Rezept). Vor der erstmaligen Anwendung muss er bei seiner Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Diese muss innerhalb von drei Wochen entscheiden; wenn der medizinische Dienst einbezogen wird, sind es fünf Wochen. Bei Palliativpatienten darf das Genehmigungsverfahren nicht länger als drei beziehungsweise fünf Tage dauern. In durchschnittlich 65% der Fälle werden die Anträge mittlerweile angenommen. Insgesamt konnte im Laufe des letzten Jahres eine konstante Zunahme an Bewilligungen durch die GKVen verzeichnet werden. (Quelle: Sonderbeilage zur GKV-Arzneimittel-Schnellinformation für Deutschland nach § 84 Abs. 5 SGB V.)

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TILRAY kündigt die Unterstützung einer nicht-interventionellen Studie zur Schmerztherapie mit Cannabinoiden an

Berlin, 07. März 2019 – TILRAY kündigte heute – im Rahmen des Schmerz- und Palliativtags 2019 der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. – die Unterstützung einer nicht-interventionellen Studie an. Die Studie wird über den Zeitraum eines Jahres „Real World“-Daten von 1.000 Schmerzpatienten, die mit Cannabinoiden behandelt werden, erheben. PD Dr. med. Michael A. Überall stellt während des TILRAY Symposiums in Frankfurt die wichtigsten Eckdaten der Studie vor.

TILRAY gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich der Erforschung und Herstellung von medizinischem Cannabis und sieht eine seiner Kernaufgaben darin, Patienten durch wissenschaftliche Forschung schnellstmöglich zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. In Kooperation mit führenden Institutionen weltweit arbeitet TILRAY daran, die klinische Evidenzlage für die Anwendung von Cannabinoiden zu fördern. Dazu gehört auch die Untermauerung der Anwendung von Cannabinoiden mit verantwortlich und unabhängig gesammelten Daten, die das Sicherheits- und Wirkungsprofil der Cannabinoidtherapie mit TILRAY Vollspektrum-Extrakten wissenschaftlich belegen.

Im Rahmen der nicht-interventionellen Studie gemäß § 4 Abs. 23 Satz 2 AMG werden ab sofort Daten zur Verordnung, Anwendung, Verträglichkeit und Sicherheit von Cannabinoiden in der derzeitigen Schmerzbehandlung in Deutschland unter Verwendung der bereits bestehenden Strukturen, Prozesse und Abläufe des PraxisRegister Schmerz der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. und der diesem Register technologisch zugrunde liegenden Online-Plattformen „iDocLive“ und „mein-Schmerz“ erhoben.

PD Dr. med. Michael A. Überall, Medizinischer Direktor des Instituts für Neurowissenschaften, Algesiologie und Pädiatrie (IFNAP), Nürnberg, Leiter des Regionalen Schmerzzentrums DGS und des DGS-Exzellenzzentrums für Versorgungsforschung in Nürnberg, ist mit der Planung und Durchführung der nicht-interventionellen Studie „TIBS“ (TILRAY Beobachtungsstudie für Schmerz) beauftragt.

Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Facharzt für Allgemeinmedizin und Anästhesie mit Zusatzbezeichnung spezielle Schmerztherapie, Leiter des Schmerz- und Palliativzentrums Göppingen, langjähriger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e. V., betreut als Prüfleiter die Studie.

Müller-Schwefe sieht die Studie, bei der 1.000 Schmerzpatienten über einen Zeitraum von einem Jahr beobachtet werden sollen, als relevante und vor allem dringend notwendige Erweiterung der Datenlage im Bereich der Schmerztherapie mit Cannabinoiden an: „Gerade im Hinblick auf die aktuelle Situation und die Möglichkeiten des Einsatzes von Cannabinoiden als (Schmerz-)Medizin in Deutschland wird diese „Real-World-Evidence“ dringend benötigt“.

Die wichtigsten Eckdaten zu TIBS stellt Überall erstmals im Rahmen des TILRAY Symposiums beim Schmerz- und Palliativtag 2019 der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. am 07. März in Frankfurt vor. Überall betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung von nicht-interventionellen Studien: „Gerade in der Schmerzmedizin – und hier insbesondere bei der Bewertung von Arzneistoffen, die ihre Wirkungen über die Wechselwirkung mit körpereigenen endogenen Systemen entwickeln – unterscheiden sich die Wirksamkeitsdaten aus Placebo-kontrollierten klinischen Studien deutlich von den im praktischen Alltag bei individuellen Einzelfällen beobachteten Effekten“.

Tatsächlich erlauben sogenannte „Real World“-Daten nicht nur einen realistischeren Einblick in die erzielten Effekte einer Behandlung und deren individuelle Relevanz, sondern können auch Leitlinien für die Konzeption und Durchführung kontrollierter Studien formulieren. Die Erhebung und Auswertung der TIBS-Daten wird voraussichtlich bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Über die Produkte

Die Therapie mit Rezepturarzneimitteln aus den TILRAY-Extrakten muss indikationsbezogen und individuell erfolgen. Verbindlich für die Herstellung und Abgabe des Rezepturarzneimittels durch den Apotheker ist immer die ärztliche Verordnung (hinsichtlich Darreichungsform, Dosierung, Verdünnung). Aufgrund der unterschiedlichen THC bzw. CBD-Konzentrationen in den beiden Extrakten eignet sich:

TILRAY THC25 Bulkware zur Herstellung von Rezepturarzneimitteln

  • für Patienten mit Erfahrung mit Cannabinoiden bzw. für höhere THC-Dosen.

TILRAY THC10:CBD10 Bulkware zur Herstellung von Rezepturarzneimitteln

  • für Patienten ohne Erfahrung mit Cannabinoiden bzw. für geringere THC-Dosen

  • für Patienten, die THC alleine nicht gut vertragen – CBD reduziert die unerwünschten Wirkungen des THC

  • für Patienten mit entzündungsbedingten Symptomen und Krankheitsbildern

Über TILRAY

TILRAY ist eines der weltweit führenden Unternehmen bei der Erforschung und Herstellung von medizinischem Cannabis. In Nanaimo, British Columbia, Kanada, kultiviert TILRAY die Cannabispflanzen in einer hochmodernen, GMP-zertifizierten Indoor-Anlage unter streng kontrollierten Bedingungen. Neben Vollspektrum-Cannabisextrakten stellt TILRAY auch Cannabisblüten zum medizinischen Gebrauch in standardisierter, pharmazeutischer Qualität her.

In Deutschland werden diese Produkte zur Herstellung von Rezepturarzneimitteln in der Apotheke vertrieben. Alle TILRAY-Produkte werden mehrfach unabhängig auf ihre Wirksamkeit und Reinheit geprüft und erfüllen vollständig die qualitativen und behördlichen Anforderungen des AMG und BtmG.

Weitere Informationen unter: www.tilray.de.

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Tilray meldet Gründung eines internationalen Beirats

Tilray gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich der Herstellung und Erforschung von medizinischem Cannabis. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Patienten eine sichere, konsistente und zuverlässige Behandlung zu ermöglichen. Als GMP-zertifizierter Hersteller beliefern wir Tausende von Schwerkranken weltweit. 

In der Versorgung von schwerkranken Patienten sind Sorgfalt, Verantwortung und Seriosität seitens der Pharmaindustrie Grundvoraussetzungen. Tilray hat deshalb Ende 2018 einen Beirat mit international erfahrenen Persönlichen berufen. Diese zehn Personen beraten uns darin, bei der Erschließung neuer Märkte unseren Ansprüchen an ethische Verantwortung gerecht zu bleiben. 

Mitglieder des Beirats sind: 

Lloyd Axworthy, ehemaliger Außenminister von Kanada, 

Howard Dean, Ex-Gouveneur vom US-Bundesstaat Vermont und ehmaliger Vorsitzender der Demokratischen Partei der USA, 

Alexander John Gosse Downer, Ex-Außenminister von Australien,

Joschka Fischer, Bundesminister a.D. 

Jaime Gama, Ex-Außenminister von Portugal, 

María Lorena Gutiérrez Botero, ehemalige Wirtschaftsministerin von Kolumbien,

Dr. Lorna Marsden, früher Mitglied des kanadischen Senats,

Sir Donald McKinnon, Ex-Außenminister von Neuseeland, 

James O´Brien, führerer Berater der US-Präsidenten Barak Obama und Bill Clinton,

Michael Steele, ehemaliger Vizegouveneur des US-Bundesstates Maryland und ehemaliger  Vorsitzender der Republikaner in den USA.

Weitere Informationen unter: presse@tilray.de

Ein Jahr Vollspektrum-Cannabisextrakte auf dem deutschen Markt

Berlin, 31. Oktober 2018 – Der kanadische Produzent von medizinischen Cannabisprodukten, Tilray, hat vor einem Jahr - im Oktober 2017 - als erster Hersteller Vollspektrum-Cannabisextrakte in pharmazeutischer Qualität auf den deutschen Markt gebracht. Der therapeutische Einsatz von Cannabis-Produkten entwickelt sich insgesamt sehr positiv. Dazu beigetragen hat vor allem die Gesetzesänderung vom 10. März 2017[1].

Prof. Dr. Dr. Joachim Nadstawek, Schmerzmediziner und Vorstandsvorsitzender des Berufsverbands der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD e.V.) begrüßt die Entwicklung: „Tatsächlich ist Cannabis für viele Schmerzpatienten eine wirksame therapeutische Option.“

Die Vollspektrum-Extrakte von Tilray ermöglichen Ärzten jeder Fachrichtung (außer Zahnmedizin bzw. Tiermedizin) cannabisbasierte Rezepturarzneimittel zu verschreiben. Voraussetzung ist, dass es sich um Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung handelt, für die andere Therapien nicht zur Verfügung stehen oder nach Einschätzung des behandelnden Arztes nicht zum Einsatz kommen können. Darüber hinaus muss ein positiver Effekt auf die Erkrankung und ihre Symptome zu erwarten sein. Der Genehmigungsprozess läuft folgendermaßen ab: Verordnet der Arzt die Behandlung mit einem Cannabis-Produkt, erhält der Patient ein Betäubungsmittelrezept (BtM-Rezept). Vor der erstmaligen Anwendung muss er bei seiner Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Diese muss innerhalb von drei Wochen entscheiden; wenn der medizinische Dienst einbezogen wird, sind es fünf Wochen. Bei Palliativpatienten darf das Genehmigungsverfahren nicht länger als drei beziehungsweise fünf Tage dauern. In durchschnittlich 65% der Fälle werden die Anträge mittlerweile angenommen. Insgesamt konnte im Laufe des letzten Jahres eine konstante Zunahme an Bewilligungen durch die GKVen verzeichnet werden.[2] 

Tilray-Produkte werden in der Apotheke individuell zubereitet

Bei den Tilray-Produkten handelt es sich um pflanzliche, dosier- und titrierbare Cannabisextrakte (als Bulkarzneimittel), die neben den beiden Hauptwirkstoffen Tetrahydrocanabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) sämtliche weitere Wirkstoffe der Cannabisblüten enthalten. Ein Merkmal der Vollspektrum-Extrakte ist, dass sie weder geraucht noch inhaliert, sondern in der Apotheke für den individuellen Bedarf der Patienten als orale Darreichung (nach Verordnung des Arztes) zubereitet werden.

In der Apotheke muss zuvor eine Identitätsprüfung vorgenommen werden. Die Anforderungen hierfür sind in der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) geregelt. Die Prüfung der Cannabis-Vollextrakte kann analog der DAC-Monographie „Eingestelltes, raffiniertes Cannabisölharz“ (C-054) erfolgen. Dabei müssen die Vorschriften nach B und C berücksichtigt werden. Beide Prüfungen stellen dünnschichtchromatographische Analysen (DC) dar.

„Das Verfahren einer Identitätsprüfung dient der Qualitätssicherung der Rezepturarzneimittel, die somit durch die Pharmazeuten gewährleistet wird,“ betonte Pharmazeut Dr. Dennis Stracke, Berlin. 

Die umfangreichen Kontrollmechanismen setzen allerdings schon lange vor der Identitätsprüfung in der Apotheke ein: die für Deutschland vorgesehenenTilray-Produkte sind bereits vor Markteintritt von allen zuständigen deutschen Behörden entsprechend der Vorgaben des Arzneimittelgesetzes (AMG) und des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) genehmigt und im Zuge dessen sind auch die Herstellungsprozesse GMP-zertifiziert worden. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Reanalyse in einem deutschen Labor die Produkte aufwändiggeprüft und damit ihre pharmazeutische Qualität von unabhängiger Stelle bestätigt.

Daneben wird auch die allgemeine Datenlage für Cannabis-Produkte weiter ausgebaut: So wurden im Rahmen einer Auswertung der verfügbaren Fachliteratur 28 randomisierte, klinische Studien zum medizinischen Einsatz von Cannabis analysiert, die zwischen 1948 und 2015 publiziert wurden. Zahlreiche Studien zeigten positive therapeutische Effekte bei einer Reihe von Indikationen.3 Die Ausgangslage der Daten ist vielversprechend, dennoch sind weitere Studien zur Wirkungsweise der einzelnen Bestandteile von Cannabis sinnvoll und wichtig. Daher hat es sich Tilray zur Aufgabe gemacht, in die Erforschung der medizinischen Anwendung von Cannabis zu investieren.

„Tilray war das erste Unternehmen, das Patienten in Deutschland GMP-zertifizierte Cannabisextrakte anbieten konnte. Wir sind stolz auf diesen Meilenstein und darauf im vergangenen Jahr eine stetig steigende Zahl an Patienten versorgt zu haben. Unsere wichtigste Aufgabe sehen wir darin, Patienten durch wissenschaftliche Forschung schnellstmöglich zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. In Kooperation mit führenden Krankenhäusern und Universitäten arbeiten wir daran, die klinische Anwendung von Cannabinoiden voranzubringen. Wir investieren in Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf 5 Kontinenten, um diese Ziele zu erreichen,“ erklärt Brendan Kennedy, CEO von Tilray.

Über Tilray

Tilray ist eines der weltweit führenden Unternehmen bei der Erforschung und Produktion von medizinischem Cannabis. Durch Kooperationen mit renommierten Kliniken und Forschern treibt Tilray die klinische Erforschung cannabisbasierter Arzneimittel voran. Als erster nordamerikanischer Hersteller ist das Unternehmen GMP-zertifiziert und kultiviert die Cannabispflanzen in Kanada in einer hochmodernen Indoor-Anlage unter streng kontrollierten Bedingungen. Dabei stellt Tilray neben Vollspektrum-Cannabisextrakte auch Cannabisblüten (demnächst in Deutschland verfügbar) zum medizinischen Gebrauch standardisierter, pharmazeutischer Qualität her. In Deutschland werden die Produkte zur Herstellung von Rezepturarzneimitteln in der Apotheke vertrieben. Alle Tilray-Produkte werden mehrfach unabhängig auf ihre Identität und Reinheit geprüft und erfüllen vollumfänglich die qualitativen und regulatorischen Anforderungen des AMG und BtmG.

Weitere Informationen unter: www.tilray.de.
 

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[1] Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften. Bundesgesetzblatt 2017. 


[2] Sonderbeilage zur GKV-Arzneimittel-Schnellinformation für Deutschland nach § 84 Abs. 5 SGB V. Datenstand: 30.08.2018.

Tilray bringt erstmals Cannabis-Vollspektrum-Extrakte nach Deutschland

Extrakte ermöglichen orale Darreichung ohne Rauch oder Inhalation

Berlin/Nanaimo (Kanada), 10. Oktober 2017 – Tilray, führender kanadischer Produzent von medizinischen Cannabisprodukten, wird als erster Hersteller Cannabisextrakte in pharmazeutischer Qualität für Patienten in den deutschen Markt bringen.

Ab Mitte Oktober werden die Cannabisextrakte von Tilray bundesweit in allen Apotheken verfügbar sein, die von der NOWEDA Apothekergenossenschaft beliefert werden. Bei den Cannabisextrakten von Tilray wird es sich um die ersten pflanzlichen, dosier- und titrierbaren Cannabisprodukte auf dem deutschen Markt handeln. Im Gegensatz zu Cannabisblüten werden diese weder geraucht noch inhaliert, sondern in der Apotheke für den individuellen Bedarf der Patienten als orale Darreichung zubereitet. Bei den Extrakten handelt es sich um sogenannte Vollspektrum-Extrakte, die neben den beiden Hauptwirkstoffen Tetrahydrocanabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) sämtliche weitere Wirkstoffe der Cannabisblüten enthalten.

Tilray rechnet nach der Gesetzesänderung im März 2017 („Cannabis als Medizin“) mit einer wachsenden Anzahl von Patienten, die für eine Therapie mit medizinischem Cannabis in Frage kommen. „Wir freuen uns, dass auf Basis der neuen Gesetzeslage nun auch deutsche Patienten von unseren Erfahrungen in Kanada und von unseren standardisierten Produkten profitieren können“, sagt Marla Luther, Geschäftsführerin Tilray Deutschland. „Als pharmazeutischer Hersteller können wir mit diesen pflanzlichen Extrakten, die eine bessere Einstellung der Patienten ermöglichen, eine wichtige Ergänzung zur Versorgung mit Cannabisprodukten leisten.“

Deutschland als Zentrum für die medizinisch-klinische Cannabis-Forschung aufbauen

„Deutschland ist für uns der wichtigste europäische Markt für unsere innovativen Produkte“, sagt Brendan Kennedy, CEO von Tilray. „Unser Engagement geht jedoch weit über den reinen Produktimport hinaus. Unser Ziel ist es, die Forschungsmöglichkeiten in Deutschland zu nutzen. Dazu wollen wir innerhalb der nächsten 18 Monate in Zusammenarbeit mit deutschen Institutionen in die klinische Entwicklung zu Fertigarzneimitteln mit Cannabiswirkstoffen investieren.“

Neben der Produktion und der Produktentwicklung engagiert sich Tilray in Kanada bereits in der klinischen Forschung zu medizinischem Cannabis. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Forschungsinstitutionen wie dem McGill University Health Centre in Montreal, Kanada, unterstützt Tilray derzeit klinische Studien zur Erprobung der Wirksamkeit von Cannabispräparaten bei Chemotherapie-bedingter Übelkeit und Erbrechen, bei Epilepsie im Kindesalter, bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sowie bei posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS).

Enge Kooperation mit dem Großhandel sichert bundesweite Verfügbarkeit

Der erste Import von Vollspektrum-Cannabisextrakten auf dem deutschen Markt ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Tilray, dem apothekereigenen Pharmagroßhändler NOWEDA sowie Paesel + Lorei, Pharmazeutischer Unternehmer und Pharma-Dienstleister mit großer Expertise im Betäubungsmittel-Handel aus Rheinberg, Nordrhein-Westfalen. Die Produkte des Erstimports von Tilray werden deshalb exklusiv durch die NOWEDA geführt. In Zukunft plant Tilray nachfolgende Importe über den gesamten deutschen Pharmagroßhandel auszuführen.

Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung, für die keine andere Therapieoption besteht, können medizinisches Cannabis verordnet bekommen. Auf Antrag übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Therapie. Bekannte Erkrankungen sind unter anderem Multiple Sklerose, chronischer Schmerz und Tumorschmerz sowie Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Derzeit wird der Bedarf an medizinischem Cannabis vor allem durch Importe gedeckt. Laut Gesetz sollen die Patienten in Deutschland langfristig aber durch den Anbau von Cannabis in Deutschland versorgt werden.

Über Tilray

Tilray ist ein kanadischer Hersteller von medizinischem Cannabis und medizinischen Cannabisprodukten. Der deutsche Firmensitz ist Berlin. Bislang exportiert das Unternehmen aus Kanada Produkte in die USA, nach Australien und Neuseeland, nach Chile und Brasilien sowie in die Europäische Union nach Kroatien und Zypern. Als erster nordamerikanischer Hersteller ist das Unternehmen GMP-zertifiziert. GMP steht für Good Manufacturing Practice – Gute Herstellungspraxis. Der feststehende Begriff bezeichnet die europaweit gültigen Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung in der Produktion von Arzneimitteln und Wirkstoffen. Das Unternehmen züchtet verschiedene Sorten medizinisches Cannabis und stellt neben Cannabisblüten zum medizinischen Gebrauch Tropfen und Kapseln in jeweils gleichbleibender Wirkstärke her. Arzneilich wirksame Bestandteile sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Über 150 Mitarbeiter entwickeln die Pflanzenzucht und Arzneimittelherstellung kontinuierlich weiter und sichern die Wirkstoffqualität.

In Nanaimo, Kanada, betreibt das Unternehmen eine 30-Millionen-Dollar Anlage zur medizinischen Cannabisproduktion. Kürzlich wurde mit dem Bau weiterer Anlagen in Kanada und Portugal begonnen. Tilray geht von einer weltweit steigenden Nachfrage nach medizinischem Cannabis, insbesondere nach Fertigarzneimitteln, aus. Diese soll mit den erweiterten Kapazitäten bedient werden.

Über die NOWEDA Apothekergenossenschaft

Die NOWEDA ist ein vollversorgendes pharmazeutisches Großhandelsunternehmen mit 21 Niederlassungen in Deutschland sowie Beteiligungen an Unternehmen in Luxemburg und in der Schweiz. Eigentümer und Mitglieder der genossenschaftlich organisierten NOWEDA sind über 9 000 Apothekerinnen und Apotheker.
Mit einem Gesamtumsatz von über 6 Milliarden Euro ist NOWEDA eines der großen deutschen Handelsunternehmen. Hauptsitz der Genossenschaft ist Essen.

NOWEDA stellt ihren Mitglieder-Apotheken, und damit deren Patienten, bundesweit ein Sortiment mit rund 160 000 Arzneimitteln und apothekenüblichen Waren sowie ein umfangreiches Service- und Dienstleistungspaket zur Verfügung. Darüber hinaus steht die NOWEDA als apothekereigenes Unternehmen uneingeschränkt an der Seite der inhabergeführten Vor-Ort-Apotheken.

Über Paesel + Lorei

Das Unternehmen, das 1961 in Frankfurt am Main gegründet wurde, ist bis heute familiengeführt. Was als Importeur für ausländische Arzneimittelspezialitäten begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte hinweg ständig erweitert. Heute bietet Paesel + Lorei optimierte Logistikstrategien für die Beschaffung und den Vertrieb von Arzneimitteln, Betäubungsmitteln, OTC und Nahrungsergänzungsmitteln. Auch die Herstellung, das Umpacken, Verpacken und die Kennzeichnung von Arzneimitteln in Übereinstimmung mit allen regulatorischen Vorgaben und Richtlinien bietet das Unternehmen an.

Tilray erhält Lizenz für Cannabis-Produktion in der Europäischen Union

20 Millionen-Euro-Investition für den Aufbau eines EU Campus – Aufnahme des operativen Geschäfts noch in 2017

·      Innerhalb des BIOCANT Forschungsparks in Cantanhede, Portugal, wird Tilray auf seinem neuen EU-Campus Cannabis-Produkte entsprechend der strengen GMP-Vorgaben für den europäischen Markt herstellen
·      Der phasenweise Ausbau des EU-Campus beginnt noch im September, insgesamt sind 25.000m² Gewächshausflächen und 3.000m² Produktionsfläche geplant
·      Phase eins des Projekts wird die Produktion von Tilray bis Ende 2018 auf bis zu 62 Tonnen jährlich steigern
·      Die 20-Millionen-Euro Investition fördert die lokale Wirtschaft und Forschung und schafft bis zu 100 neue Arbeitsplätze  

Cantanhede, Portugal, 07.09.2017 – Tilray, weltweit führend in der Erforschung und Entwicklung von medizinischem Cannabis, investiert 20 Millionen Euro in einen EU-Campus in Portugal, um den wachsenden Bedarf in Europa zu decken. Zuvor hatte Tilray von der portugiesischen Regierung nationale Lizenzen zum Import und Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken erhalten.

„Der neue EU-Campus in Portugal ist ein weiterer strategischer Meilenstein auf unserem Weg, die führende Marke für medizinisches Cannabis weltweit zu werden“, erklärt Brendan Kennedy, CEO von Tilray. „Zwei Jahre lang haben wir intensiv nach einem passenden Standort in Europa gesucht, von dem aus wir den stark wachsenden europäischen Markt für qualitativ hochwertige, streng geprüfte medizinische Cannabis-Produkte bedienen können. Portugal besitzt ein ideales Klima für den Anbau von Cannabis, eine Vielzahl qualifizierter Fachkräfte und eine große wissenschaftliche Community.“

Hochmoderner EU-Campus wird noch in diesem Jahr operative Tätigkeit aufnehmen

Zum Aufbau des EU-Campus investiert Tilray durch seine Tochtergesellschaft Tilray Portugal Unipessoal Lda. rund 20 Millionen Euro in mehrere Anlagen in und um den BIOCANT Forschungspark in Cantanhede, Portugal. Der EU-Campus soll Innen- und Außenanlagen und Gewächshäuser beheimaten. Außerdem sollen Anlagen zur Verarbeitung, Verpackung und Verteilung medizinischer Cannabisprodukte entstehen. Als Teil des BIOCANT Forschungsparks für Biotechnologie und Biowissenschaften soll der Campus darüber hinaus die wissenschaftliche Forschung und Produktentwicklung von Tilray bündeln und in ganz Europa unterstützen.

Derzeit hat Tilray Laborplätze und Gewächshausflächen von BIOCANT angemietet. Die Bauarbeiten für ein Gewächshaus und eine Produktionsstätte auf unternehmenseigenem Gelände innerhalb von BIOCANT sollen noch im September beginnen. In der ersten Phase des Projekts sollen bis zum Frühjahr 2018 ein Labor mit Gen-Datenbank, mehrere Anbauflächen, ein 10.000m²-großes Gewächshaus und eine 1.500m²-große Produktionsstätte gebaut werden. Bis Ende 2020 sollen weitere 20.000 m² an Gewächshausfläche sowie zusätzliche 1.500 m² an Produktionsfläche entstehen. In den kommenden drei Jahren wird das Projekt so bis zu 100 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Modernste Produktionsanlagen ermöglichen Erschließung weiterer Märkte

Um der steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, streng geprüften medizinischen Cannabis-Produkten zu begegnen, weitet Tilray seinen internationalen Vertrieb erheblich aus. Neben Tilray Portugal Unipessoal Lda. gehört auch die Tilray Deutschland GmbH, Tilray Canada Ltd. in Kanada und Tilray Australia and Zealand Pty. Ltd. in Australien und Neuseeland zu Tilray.

Bis Ende 2017 will Tilray seine Produkte in fünf weitere Länder exportieren. Das Unternehmen rechnet zudem mit weiteren nationalen Einfuhrgenehmigungen und wissenschaftlichen Kooperationen in Portugal, Deutschland und anderen Ländern weltweit, weitere Informationen dazu auf der Tilray-Website.
 

Zitate

„Der neue EU-Campus in Portugal ist ein weiterer strategischer Meilenstein auf unserem Weg, die führende Marke für medizinisches Cannabis weltweit zu werden. Zwei Jahre lang haben wir intensiv nach einem passenden Standort in Europa gesucht, von dem aus wir den stark wachsenden europäischen Markt für qualitativ hochwertige, streng geprüfte medizinische Cannabis-Produkte zu bedienen können. Portugal besitzt ein ideales Klima für den Anbau von Cannabis, eine Vielzahl qualifizierter Fachkräft und eine große wissenschaftliche Community.“ – Brendan Kennedy, Tilray CEO
 

Über Tilray

Tilray gehört weltweit zu den führenden Unternehmen im Bereich der Erforschung und Herstellung von medizinischem Cannabis. Das Unternehmen kanadischen Ursprungs hat es sich zur Aufgabe gemacht, Patienten weltweit eine sichere und zuverlässige Behandlung mit medizinischem Cannabis zu ermöglichen. Seit 2014 versorgt Tilray über 20.000 Patienten in Kanada, der Europäischen Union, Australien und Lateinamerika. Hergestellt wird das medizinische Cannabis in einer hochmodernen Produktionsanlage in Kanada, für die Tilray als erster Cannabishersteller in Nordamerika die europäische GMP-Zertifizierung (Good Manufacturing Practice, GMP) erhielt. Tilray hat zu diesem Zweck bereits 30 Millionen Dollar in die Entwicklung und Optimierung des Produktionsprozesses investiert. Mehr als 130 Experten in fünf Ländern arbeiten und forschen bei Tilray zum Wohle der Patienten. Seit diesem Jahr arbeitet die Tilray Deutschland GmbH von Berlin aus an der Erschließung des deutschen Marktes. Zusätzliche Informationen unter tilray.de.

 

 

 

30 Millionen-Dollar-Investition: Tilray baut zweite Produktionsanlage in Kanada

·      Global wachsender Bedarf an hochwertigem Cannabis erfordert Erhöhung der Kapazitäten
·      Bis Ende 2018 wird die Produktion von Tilray auf bis zu 51 Tonnen jährlich steigen
·      Die erweiterten Produktionskapazitäten werden den internationalen Vertrieb von Tilray-Produkten in Europa, Australien und Lateinamerika beschleunigen
·      Bewohner und Wirtschaft in Enniskillen und der Region Ontario werden von der 30-Millionen-Dollar-Investition und bis zu 250 neuen Arbeitsplätze profitieren

Nanaimo, British Columbia, 23.08.2017 – Tilray Kanada, weltweit führend in der Erforschung und Entwicklung von medizinischem Cannabis, investiert rund 30 Millionen Dollar in eine zweite Anbau- und Produktionsanlage in Enniskillen, Ontario, Kanada. Zusammen werden die beiden Anlagen von Tilray jährlich bis zu 51 Tonnen Cannabisprodukte herstellen. Damit reagiert Tilray auf die stark wachsende Nachfrage für medizinische Cannabis-Produkte in Kanada und die zunehmende Exportnachfrage in Europa, Australien, Neuseeland und Lateinamerika.

„Dies ist ein weiterer strategischer Meilenstein auf unserem Weg, die führende Marke für medizinisches Cannabis weltweit zu werden“, erklärt Brendan Kennedy, CEO von Tilray. „Zahlreiche Gesetzgeber auf der ganzen Welt erleichtern derzeit den Zugang zu medizinischem Cannabis für schwerkranke Patienten. Unsere Investition in Enniskillen wird es uns erlauben, den global rapide wachsenden Markt für qualitativ hochwertige, streng geprüfte medizinische Cannabis-Produkte zu bedienen.“

Tilray kann weltweit mehr GMP-zertifizierte Cannabisproduke vertreiben

Tilray hat als erstes lizenziertes Unternehmen medizinische Cannabisprodukte aus Nordamerika in die Europäische Union, nach Australien, Neuseeland und Südamerika exportiert. Derzeit sind Tilray-Produkte – ob Blüten, Öle oder Kapseln pharmazeutischer Qualität – in sechs Ländern auf vier Kontinenten erhältlich. Das Unternehmen weitet seinen internationalen Vertrieb erheblich aus und plant, bis Ende 2017 Produkte in fünf weitere Länder zu exportieren.

2016 erhielt Tilray als erster lizenzierter medizinischer Cannabis-Produzent in Nordamerika, die GMP (Gute Herstellungspraxis) -Zertifizierung gemäß den Standards der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Der GMP-Standard ist die strengste Auflage, die Hersteller von pharmazeutischen Produkten erfüllen müssen. Regulatoren und Gesundheitsdienstleister können dadurch sicher sein, dass Tilray-Produkte den höchsten Anforderungen genügen.

 

Modernste Produktionsanlagen

Tilray betreibt in Nanaimo, British Columbia, eine der weltweit anspruchsvollsten, lizenzierten medizinischen Anlagen für den Anbau und die Verarbeitung von medizinischem Cannabis. Die 30-Millionen-Dollar-Anlage besteht seit 2014, und hat 2016 die EU-GMP-Zertifizierung erhalten. Sie hat eine Produktionskapazität von jährlich bis zu acht Tonnen medizinischem Cannabis und beherbergt ein hochmodernes Extraktions- und Forschungzentrum, das auf die Verarbeitung von Cannabisblüten und die Herstellung pharmazeutischer Produkte wie Öle und Kapseln spezialisiert ist. So werden hier Alternativen erforscht, die eine medizinische Anwendung jenseits der Inhalation versprechen.

Die zweite Produktionsanlage, die nun in Enniskillen, Ontario, entsteht, liegt auf einem rund 40 Hektar großen Grundstück mit etwa fünf Hektar an bereits bestehenden Gewächshäusern. Tilray hat sich beim kanadischen Gesundheitsministerium um eine nationale Lizenz beworben, mit der das Unternehmen medizinisches Cannabis in der Anlage in Enniskillen produzieren darf. In der ersten Phase des Projekts wird auf dem Grundstück eine 10 Hektar große Cannabis-Gewächshausanlage mit rund 3700 Quadratmetern Produktionsfläche entstehen. In die Anlage investiert Tilray insgesamt bis zu 30 Millionen Dollar. Sie wird zusammen mit der Tilray-Anlage in Nanaimo bis Ende 2018 eine Produktionskapazität von bis zu 51 Tonnen erreichen.

Zitate

„Dies ist ein weiterer strategischer Meilenstein auf unserem Weg, die führende Marke für medizinisches Cannabis weltweit zu werden. Zahlreiche Gesetzgeber auf der ganzen Welt erleichtern derzeit den Zugang zu medizinischem Cannabis für schwerkranke Patienten. Unsere Investition in Enniskillen wird es uns erlauben, den weltweit rapide wachsenden Markt für qualitativ hochwertige, streng geprüfte medizinische Cannabisprodukte zu bedienen. Die Anlage in Enniskillen ist für Nordamerika strategisch günstig gelegen und hat exzellent ausgebildete landwirtschaftliche Mitarbeiter. Wir freuen uns sehr darauf, künftig dort zu produzieren.“ – Brendan Kennedy, Tilray CEO

„Die Entscheidung von Tilray, in eine Anbau- und Produktionsanlage in Enniskillen zu investieren, freut uns sehr. Tilray schafft damit hochwertige Arbeitsplätze in einem rapide wachsenden Wirtschaftssektor . Ontario konnte durch niedrige Steuern, eine Vielzahl qualifizierter Fachkräfte und einen starken landwirtschaftlichen Sektor bei Tilray punkten. Wir freuen uns, Tilray in unserer Provinz begrüßen zu dürfen, und sind gespannt auf die Zusammenarbeit mit ihnen.“ – Brad Duguid, Minister für Wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung in Ontario

 

Über Tilray

Tilray gehört weltweit zu den führenden Unternehmen im Bereich der Erforschung und Herstellung von medizinischem Cannabis. Das Unternehmen kanadischen Ursprungs hat es sich zur Aufgabe gemacht, Patienten weltweit eine sichere und zuverlässige Behandlung mit medizinischem Cannabis zu ermöglichen. Seit 2014 versorgt Tilray über 20.000 Patienten in Kanada, der Europäischen Union, Australien und Lateinamerika. Hergestellt wird das medizinische Cannabis in einer hochmodernen Produktionsanlage in Kanada, für die Tilray als erster Cannabishersteller in Nordamerika die europäische GMP-Zertifizierung (Good Manufacturing Practice, GMP) erhielt. Tilray hat zu diesem Zweck bereits 30 Millionen Dollar in die Entwicklung und Optimierung des Produktionsprozesses investiert. Mehr als 130 Experten in fünf Ländern arbeiten und forschen bei Tilray zum Wohle der Patienten. Seit diesem Jahr arbeitet die Tilray Deutschland GmbH von Berlin aus an der Erschließung des deutschen Marktes. Zusätzliche Informationen unter tilray.de.

Kassen zurückhaltend bei Erstattung von medizinischem Cannabis – Tilray macht sich stark für klinische Forschung

Mehrere Tausend Patienten in Deutschland haben in diesem Jahr bereits die Kostenerstattung von medizinischen Cannabisprodukten bei ihren Krankenkassen beantragt – doch diese zögern. Klinische Studien sollen nun die Wirksamkeit bestätigen.

Berlin, 31.07.2017 – Die Krankenkassen in Deutschland sind bislang äußerst zurückhaltend, wenn es darum geht, die Kostenerstattung für den Einsatz von medizinischen Cannabisprodukten zu übernehmen. Dies geht aus übereinstimmenden Medienberichten der letzten Wochen hervor. Je nach Krankenkasse werden bis zu 80 Prozent der Anträge abgelehnt. Der Bedarf von Cannabis als Medizin ist in Deutschland jedoch nicht gesunken – im Gegenteil: bei den gesetzlichen Krankenkassen sind seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften („Cannabis als Medizin“) am 10. März diesen Jahres bereits mehrere Tausend Erstattungsanträge eingegangen.

Kassen zögern wegen fehlender Evidenz – Auch bürokratische Gründe führen zu Ablehnungen

Die Gründe für eine mögliche Ablehnung sind vielfältig: In einigen Fällen wurde eine schwere Erkrankung nicht nachgewiesen oder es bestand eine Kontraindikation wie etwa eine psychische Erkrankung, die die Anwendung von medizinischem Cannabis nicht zulässt. In manchen Fällen halten die Kassen deshalb Therapiealternativen für geeigneter – das Argument: fehlende Evidenz. „All das sind auch die Gründe, weshalb sich Tilray für die klinische Forschung stark macht“, sagt Brendan Kennedy, CEO von Tilray. Hinzu kommen bürokratische Hürden, etwa wenn Patienten oder Ärzte Unterlagen nicht nachreichen, die die Kassen zur Antragsbearbeitung zusätzlich angefordert hatten.

Tilray fördert weltweit klinische Studien zur Bestätigung der Wirksamkeit von Cannabinoiden

„Sicherlich sind weitere Forschungen nötig“, sagt Marla Luther, Geschäftsführerin Tilray Deutschland GmbH. Luther weiter: „Schon jetzt beobachten wir ein steigendes Evidenzniveau, sowohl aus Einzelfällen als auch aus klinischen Studien, das sowohl die Sicherheit als auch eine gute Wirksamkeit von medizinischem Cannabis bei verschiedenen Indikationen zeigt. Beispiele sind chronischer Schmerz, die Palliativmedizin, oder Epilepsie. Tilray hat eine Übersicht über diese Studien angefertigt und geht davon aus, dass schwerkranke Patienten von einem Zugang zu diesen Wirkstoffen profitieren können.“ Tilray arbeitet weltweit mit mehreren Universitäten und Krankenhäusern an klinischen Studien zu Cannabinoiden. „Wir unterstützen derzeit mehrere Studien, um den Nachweis der Wirksamkeit von unterschiedlichen Wirkstoffenkombinationen von Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) in verschiedenen Indikationen zu liefern“, sagt Dr. Catherine Jacobson, Leiterin Klinische Forschung bei Tilray Kanada. Zu den jüngsten Projekten gehört die Zusammenarbeit mit dem McGill University Health Centre in Montreal. In einer Phase-II-Studie überprüfen die Forscher, inwiefern verdampftes Cannabis die teils schweren Symptome von Patienten mit COPD, einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung, lindern kann.

Über Tilray

Tilray gehört weltweit zu den führenden Unternehmen im Bereich der Erforschung und Herstellung von medizinischem Cannabis. Das Unternehmen kanadischen Ursprungs hat es sich zur Aufgabe gemacht, Patienten weltweit eine sichere und zuverlässige Behandlung mit medizinischem Cannabis zu ermöglichen. Seit 2014 versorgt Tilray über 20.000 Patienten in Kanada, der Europäischen Union, Australien und Lateinamerika. Hergestellt wird das medizinische Cannabis in einer hochmodernen Produktionsanlage in Kanada, für die Tilray als erster Cannabishersteller in Nordamerika die europäische GMP-Zertifizierung (Good Manufacturing Practice, GMP) erhielt. Tilray hat zu diesem Zweck bereits 30 Millionen Dollar in die Entwicklung und Optimierung des Produktionsprozesses investiert. Mehr als 130 Experten in fünf Ländern arbeiten und forschen bei Tilray zum Wohle der Patienten. Seit diesem Jahr arbeitet die Tilray Deutschland GmbH von Berlin aus an der Erschließung des deutschen Marktes. Der Bedarf an medizinischem Cannabis ist groß: bis zu 800.000 Patienten könnten Wissenschaftlern zufolge damit in Zukunft in Deutschland behandelt werden. Zusätzliche Informationen unter tilray.de.

Pressekontakt:
presse@tilray.de

Tilray unterstützt klinische Studie zu Cannabis und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung

Tilray kooperiert mit dem Forschungsinstitut des McGill University Health Centre, um die Wirksamkeit von medizinischem Cannabis an Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zu untersuchen.

NANAIMO, British Columbia (Kanada) 24.5.2017/Berlin, 15.8.2017– Tilray, ein weltweit führendes Unternehmen in der Erforschung und Produktion von medizinischem Cannabis, wird künftig mit dem Forschungsinstitut des McGill University Health Centre (RI-MUHC) in Montreal kooperieren. Gemeinsam mit dem weltweit renommierten Institut wird Tilray untersuchen, welchen Einfluss verdampftes Cannabis auf COPD-Symptome hat.

In der Phase-II-Studie wird untersucht, ob und unter welchen Bedingungen medizinisches Cannabis bei der Bekämpfung von Atemnot und Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit symptomatischer COPD-Patienten im fortgeschrittenen Stadium effektiv ist („Proof of concept“, Dosisfindung). Diese Patienten leiden an chronischen, progredienten Lungenerkrankungen, die den Atemfluss behindern, und die ohne Behandlung irreversible Lungenschäden verursachen können. Zu den pathophysiologischen Merkmalen von COPD zählen reduzierte Ausatmung, Atem-Einschlüsse, Lungenüberblähung, Anomalien beim Gasaustausch und Hypersekretion von Schleim. Die erste Folge ist Atemnot, und damit verbunden der Verlust von Autonomie und eine geringere Lebensqualität. Viele COPD-Patienten meiden körperliche Anstrengung, was zu psychischen Ko-Morbiditäten wie Angstzuständen und Depressionen sowie einem schlechteren Allgemeinzustand führt.

COPD ist weltweit eine der gravierendsten Krankheits- und Todesursachen. Es verursacht hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgekosten. Schätzungen zufolge leiden ungefähr 17 % der kanadischen Erwachsenen über 40 Jahren an COPD, in Deutschland sollen es zwischen 10 % und 12 % sein.[1] Der Umgang mit den Symptomen ist entscheidend für die Stabilisierung der Patienten und den Erhalt ihrer Lebensqualität. Geschätzte 45-90 % der Erwachsenen mit fortgeschrittenem COPD leiden bei körperlichen Aktivitäten an chronischer Atemlosigkeit, die sie schwer einschränkt - das gilt auch für Patienten, deren ursprüngliche Lungenerkrankung mit bereits vorhandenen und zugelassenen Arzneimitteln wie etwa Bronchodilatatoren oder Kortikosteroiden optimal behandelt wird. Daher werden effektivere Behandlungsmethoden für COPD dringend benötigt.

Das Forschungsteam um Dr. Dennis Jensen und Dr. Jean Bourbeau wird die klinische Studie im McConnell Centre for Innovative Medicine am RI-MUHC durchführen. Dr. Jensen sagt: "Es werden Zusatztherapien benötigt, um bei Patienten mit fortgeschrittener COPD die Atemlosigkeit zu lindern, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen und so ihren Gesamtzustand zu verbessern. Medizinisches Cannabis könnte hier weiterhelfen." Zurzeit werden bereits die 20 erforderlichen Probanden gesucht, mit denen die Studie noch in diesem Jahr durchgeführt werden soll.

"Wir freuen uns, diese wichtigen Studien unterstützen zu können", sagt Dr. Catherine Jacobson, Leiterin der klinischen Forschung bei Tilray. "Sollten wir zu dem Ergebnis kommen, dass verdampftes Cannabis sicher, gut verträglich und wirksam ist, können wir weiter forschen, um COPD-Patienten und Menschen mit anderen Krankheiten dabei zu helfen, ihre Symptome effektiv zu lindern."

Tilray hat es sich zur Aufgabe gemacht, die klinische Forschung voranzutreiben, um neue Erkenntnisse zu medizinischen Cannabisprodukten zu gewinnen und diese für die Patienten sicherer zu machen. Die COPD-Studie ist eines von mehreren aktuellen Forschungsprojekten. In Kanada unterstützt Tilray weitere klinische Studien zur Epilepsie bei Kindern im SickKids Hospital sowie zur Posttraumatischen Belastungsstörung an der University of British Columbia. In Australien kooperiert Tilray mit der University of Sydney und der Regierung von New South Wales bei der Erforschung von medizinischem Cannabis als Symptombehandlung für Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapien.

Über Tilray

Tilray gehört weltweit zu den führenden Unternehmen im Bereich der Erforschung und Herstellung von medizinischem Cannabis. Das Unternehmen kanadischen Ursprungs hat es sich zur Aufgabe gemacht, Patienten weltweit eine sichere und zuverlässige Behandlung mit medizinischem Cannabis zu ermöglichen. Seit 2014 versorgt Tilray über 20.000 Patienten in Kanada, der Europäischen Union, Australien und Lateinamerika. Hergestellt wird das medizinische Cannabis in einer hochmodernen Produktionsanlage in Kanada, für die Tilray als erster Cannabishersteller in Nordamerika die europäische GMP-Zertifizierung (Good Manufacturing Practice, GMP) erhielt. Tilray hat zu diesem Zweck bereits 30 Millionen Dollar in die Entwicklung und Optimierung des Produktionsprozesses investiert. Mehr als 130 Experten in fünf Ländern arbeiten und forschen bei Tilray zum Wohle der Patienten. Seit diesem Jahr arbeitet die Tilray Deutschland GmbH von Berlin aus an der Erschließung des deutschen Marktes. Der Bedarf an medizinischem Cannabis ist groß: bis zu 800.000 Patienten könnten Wissenschaftlern zufolge damit in Zukunft in Deutschland behandelt werden. Zusätzliche Informationen unter tilray.de.

 

[1] https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/copd/haeufigkeit/

Kanada: Keine höheren Unfallzahlen seit Freigabe von medizinischem Cannabis – „Patienten sehr verantwortungsbewusst“

Seit über 15 Jahren nutzen kanadische Patienten Cannabis zu medizinischen Zwecken. Die Gesamtzahl der Autounfälle ist dadurch nicht gestiegen. Eine Anpassung der Regulierungen zur Fahrtüchtigkeit war nicht notwendig.

 

Berlin, 19.07.2017 – In Kanada erlaubt der Gesetzgeber bereits seit 2001 den Einsatz von Cannabis zu medizinschen Zwecken. Über 160.000 schwer kranke Patienten sind als Nutzer von medizinischem Cannabis registriert.[1] Viele sind auf den täglichen Gebrauch eines Fahrzeugs angewiesen. Aber: Die Gesamtzahl der Autounfälle hat sich seither nicht signifikant erhöht. Im Gegenteil: In der Gesamtschau zeichnet sich eher ein Trend zum Rückgang der Unfallzahlen ab.[2] „Daran können wir sehen, wie verantwortungsbewusst sich die Patienten verhalten, wenn sie Cannabis zu medizinischen Zwecken einsetzen“, sagt Brendan Kennedy, Geschäftsführer von Tilray in Kanada. „Fast alle haben ein hohes Risikobewusstsein, und wollen weder sich, noch andere im Straßenverkehr gefährden.“ Daten aus den USA legen sogar einen Rückgang von Autounfällen im Zusammenhang mit der medizinischen Nutzung von Cannabis nahe.[3]

 

Vergleichbare Regeln in Kanada und Deutschland – Verkehrssicherheit ist zentral

 

Kanada hat seine Regelungen zur Fahrtüchtigkeit mit dem Gesetz zur Freigabe von medizinischem Cannabis nicht geändert. Genau wie in Deutschland ist für gesunde Menschen das Führen eines Kraftfahrzeugs unter dem Einfluss von dem in Cannabis enthaltenen Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) verboten und mit Bußgeldern und Fahrverboten belegt. Patienten, die eine Cannabis-Therapie erhalten, dürfen jedoch am Straßenverkehr teilnehmen, wenn sie gewisse Bedingungen erfüllen. Sie müssen nachweisen können, dass sie eine ärztlich verordnete Therapie mit cannabinoiden Wirkstoffen durchführen. Gleichzeitig müssen sie auch unter Medikamenteneinnahme dazu in der Lage sein, ein Fahrzeug sicher zu führen. Dann bleiben sie straffrei, beziehungsweise begehen keine Ordnungswidrigkeit. Das Argument für diese Regelung ist, dass die Medikamenteneinnahme die generelle Fahrtüchtigkeit erst wieder herstelle.

 

Herausforderung für Patienten

 

Doch in Deutschland wie auch in Kanada stellt diese Tatsache die Patienten vor Herausforderungen: einigen kanadischen Patienten wurde die Fahrerlaubnis entzogen, weil im Blut noch Restbestandteile von THC nachweisbar waren. Einige dieser Patienten haben bis vor den Obersten Gerichtshof von Kanada geklagt, um die Fahrerlaubnis wieder zurück zu erhalten – teilweise mit Erfolg. „Die Thematik von medizinischer Cannabis-Therapie und Fahrerlaubnis ist bei weitem nicht abschließend gelöst – weder in Kanada, noch in Deutschland“, sagt Marla Luther, Geschäftsführerin Tilray Deutschland GmbH.

 

Australien geht einen neuen Weg

 

In Australien arbeitet Tilray mit der University of Sydney an einer Studie für die australischen Verkehrs- und Gesundheitsbehörden, um die Datenbasis für das Festlegen von Vorschriften für Cannabis-Patienten zu ermöglichen. Luther: „Wir werden beobachten, wie sich die in Deutschland geltende Regelung bewährt. Gerne bringen wir unsere Erfahrungen aus anderen Märkten in die Diskussion mit ein, um die Sicherheit sowohl der Patienten als auch anderer Verkehrsteilnehmer langfristig zu gewährleisten. Denn dieser Aspekt liegt uns sehr am Herzen.“

 

Über Tilray

Tilray gehört weltweit zu den führenden Unternehmen im Bereich der Erforschung und Herstellung von medizinischem Cannabis. Das Unternehmen kanadischen Ursprungs hat es sich zur Aufgabe gemacht, Patienten weltweit eine sichere und zuverlässige Behandlung mit medizinischem Cannabis zu ermöglichen. Seit 2014 versorgt Tilray über 20.000 Patienten in Kanada, der Europäischen Union, Australien und Lateinamerika. Hergestellt wird das medizinische Cannabis in einer hochmodernen Produktionsanlage in Kanada, für die Tilray als erster Cannabishersteller in Nordamerika die europäische GMP-Zertifizierung (Good Manufacturing Practice, GMP) erhielt. Tilray hat zu diesem Zweck bereits 30 Millionen Dollar in die Entwicklung und Optimierung des Produktionsprozesses investiert. Mehr als 130 Experten in fünf Ländern arbeiten und forschen bei Tilray zum Wohle der Patienten. Seit diesem Jahr arbeitet die Tilray Deutschland GmbH von Berlin aus an der Erschließung des deutschen Marktes. Zusätzliche Informationen unter tilray.de.

 

[1] Offizielle Zahlen der kanadischen Gesundheitsbehörde Health Canada zum 31. März 2017 https://www.canada.ca/en/health-canada/services/drugs-health-products/medical-use-marijuana/licensed-producers/market-data.html.

[2] Samuel Perreault: Impaired driving in Canada, 2015 (http://www.statcan.gc.ca/pub/85-002-x/2016001/article/14679-eng.htm#a2)

[3] Anderson, D. Mark/Rees, Daniel I. (2011): Medical Marijuana Laws, Traffic Facilities, and Alcohol Consumption, IZA DOP no. 6112, Discussion Paper Series Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, Bonn. (bestätigt in einer weiteren Studie, erschienen im American Journal of Public Health (online publiziert am 11. Januar 2017, http://ajph.aphapublications.org/doi/abs/10.2105/AJPH.2016.303577), die reuters in einem Bericht vom 28.12.2016 zitiert (Ronnie Cohen: „After states legalized medical marijuana, traffic deaths fell“, http://www.reuters.com/article/us-health-marijuana-traffic-death-idUSKBN14H1LQ.)